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In wenigen Wochen ist es soweit. Dann gehen fast zeitgleich zwei "Perry
Rhodan"-Zyklen an den Start. In der Heftserie beginnt mit Band 2200,
"Der Sternenbastard" von Robert Feldhoff, der neue Handlungsabschnitt
"Der Sternenozean". Und im Taschenbuchformat erscheint mit Hubert
Haensels Roman "Die Kolonisten der Zukunft" der Auftaktband
des sechsbändigen Mini-Zyklus "Perry
Rhodan: Odyssee". Für die HJB News sprach Cpt. Krause mit
Chefredakteur Klaus N. Frick über beide Projekte.
HJB News:
Herr Frick, in der "Perry Rhodan"-Heftserie endet mit Band 2199
der Thoregon-Themenkomplex, der sich über 400 Hefte erstreckt. War
sein Ende vor acht Jahren so geplant, oder wurden Autoren und Redaktion
im Laufe der Jahre vom Ausgang überrascht?
Klaus N. Frick:
Mit dem Heft 1800, "Zeitraffer", wurde die ganze Geschichte
damals angestoßen, und recht schnell kamen Perry Rhodan und die
anderen Hauptfiguren der Serie in Kontakt zum Thoregon-Komplex. Dabei
haben sich immer wieder neue Aspekte ergeben. Wenn die Autoren neue Ideen
haben, fließen sie in die Handlung ein, und so entwickelte sich
die Thoregon-Grundidee im Laufe der Jahre weiter. Grundsätzliche
Ideen wurden aber beibehalten - die Idee, dass es einen Weg zwischen den
Kosmischen Mächten der Kosmokraten und Chaotarchen geben muss, beispielsweise,
oder das immer wiederkehrende Prinzip, dass die Menschheit in anderen
Bereichen des Universums auf andere gesellschaftliche Systeme stößt,
die sich auf das Thoregon-Konzept beziehen.
HJB News:
Jetzt beginnt mit Band 2200 ein neuer Zyklus. Unter dem Titel "Der
Sternenozean" stellen sich Perry Rhodan und Atlan neuen Herausforderungen.
Versetzt ein solcher Neuanfang die beteiligten Autoren und Redakteure
in eine euphorische Stimmung, wieder etwas Großes aufzubauen?
Klaus N. Frick:
Selbstverständlich sind wir zu Beginn eines Zyklus immer sehr angespannt.
Autoren, Marketing und Redaktion haben sich viel einfallen lassen, hoffen
jetzt natürlich, dass all die Ideen möglichst gut ankommen.
Die ersten Romane, die vorliegen, haben uns auf jeden Fall viel Spaß
gemacht - jetzt muss sich dieser Spaß nur noch auf die Leser übertragen!
HJB News:
Die "Perry Rhodan"-Historie mit ihren Querverweisen ist sehr
komplex. Besteht die Gefahr, daß Neuleser dadurch gelangweilt oder
gar abgeschreckt werden?
Klaus N. Frick:
Das ist, um es "auf gut deutsch" zu sagen, ein dauernder Eiertanz.
Wir sorgen zu Beginn eines neuen Zyklus durch einsteigerfreundliche Romane
dafür, dass vor allem neue Leser die Chance haben, in den "Perry
Rhodan"-Kosmos einzusteigen. Allerdings bekommen die Stammleser mit
den ersten Romanen genügend Hintergrund-Informationen zum "Perry
Rhodan"-Kosmos zu lesen, so dass sie auch auf ihre Kosten kommen.
HJB News:
Was erwartet den Leser im "Sternenozean"? Abenteuer, Romantik,
kosmopolitische Zusammenhänge, "Sense of Wonder"?
Klaus N. Frick:
Der erste Roman trägt den Titel "Der Sternenbastard", stammt
von Robert Feldhoff und schildert die aktuelle Situation in der Galaxis
aus der Sicht eines jungen Mannes: Dieser trägt den Namen Kantiran,
ist Arkonide, hat allerdings schon in frühester Jugend einige Probleme
- und die werden die Leser dann auch erfahren. Darüber hinaus geht
es gleich im ersten Roman des Zyklus um gewisse Ereignisse in der Milchstraße,
die alle Bewohner der Galaxis betreffen ...
Die kosmischen Bedingungen des neuen Zyklus sind am Anfang eher in den
Hintergrund gerückt, beeinflussen aber die Handlung durchgehend.
Es gibt also von vorneherein eine kosmische Ebene in der Handlung - aber
wir setzen zu Beginn des neuen Zyklus tatsächlich auf die abenteuerliche
Science Fiction.
HJB News:
Hat Band 2200 einen erweiterten Umfang? Gibt es besondere Beilagen?
Klaus N. Frick:
Das Heft wird mit einem umlaufenden Titelbild ausgeliefert, das diesmal
von Dirk Schulz stammt. Als Beilage gibt es ein vierfarbiges Poster, eine
tolle Risszeichnung der TRAJAN, des Flaggschiffes der Neuen USO. Im Mittelteil
des Heftes veröffentlichen wir ein humorvolles Porträt des Mausbibers
Gucky, das Horst Hoffmann geschrieben hat. Da der Roman mit Mehrumfang
angeliefert wurde, muss in diesem Jubiläumsband erstmals seit Jahrzehnten
die Leserseite entfallen ...
HJB News:
Mit Band 2200 wird das Erscheinungsbild der Serie verändert.
Klaus N. Frick:
Ja, aber es handelt sich eher um leichte Korrekturen. Wir ändern
weder den klassischen "Perry Rhodan"-Schriftzug noch den roten
Kasten oben links - aber es gibt in vielerlei Belangen kleine Änderungen.
Beispielsweise fällt der grüne Balken links oben weg, und wir
nennen künftig den Autor auf dem Titelbild und nennen den Zyklus
sowie die Bandnummer des Zyklus. Der "Perry Rhodan"-Stammleser
wird also sein gewohntes "Perry Rhodan"-Heft sehr wohl wiedererkennen
...
HJB News:
Fast zeitgleich mit dem neuen Zyklus erscheint eine neue "Perry Rhodan"-Reihe
im Taschenbuchformat.
Klaus N. Frick:
Die Odyssee-Reihe
besteht aus sechs abgeschlossenen Taschenbüchern, die im Zeitraum
vom November 2003 bis zum April 2004 in Lizenz beim Heyne Verlag erscheinen
werden. Die sechs Romane bilden einen eigenen Zyklus, der praktisch zwischen
den Heftromanen 2199 und 2200 spielt - er deckt darin einige Aspekte ab,
die direkte Auswirkungen der "kosmischen Umwälzungen" in
der Heftromanserie sind.
HJB News:
Perry Rhodan hatte bereits an Bord der SOL eine Odyssee erlebt. Basiert
darauf die Buchreihe?
Klaus N. Frick:
Nein.
Bei dieser Odyssee handelt es sich um eine unglaubliche Reise einer zusammengewürfelten
Gruppe von Menschen - darunter Perry Rhodan und Reginald Bull -, die es
von der Oberfläche des Mars hinwegreißt, hinein in eine Welt,
die sich vorher niemand vorstellen konnte. Sie landen nämlich in
einer irrsinnig weit entfernten Zukunft, eine Milliarde Jahre weg von
ihrer eigenen Zeit, in einer Zeit also, in der es weder die Menschheit
noch die Superintelligenz ES noch sonst etwas gibt, das man aus der Vergangenheit
kennt. Und dort müssen Perry Rhodan und seine Begleiter um ihr Überleben
kämpfen - auch, um einen Rückweg in die Gegenwart zu finden.
HJB News:
Wie schon ein Jahr zuvor, in "Perry
Rhodan: Andromeda", verfassen mehrere Autoren die Taschenbuchreihe.
Wer entwickelte die Idee zu "Odyssee" und wer schreibt die Exposés?
Klaus N. Frick:
Die Idee für diesen Zyklus stammte von Robert Feldhoff; er schrieb
auch die Exposés. Als Autoren wirken Hubert Haensel, Hans Kneifel,
Leo Lukas, Frank Böhmert, Frank Borsch und Uwe Anton. Die redaktionelle
Betreuung im Verlag hat Frank Borsch übernommen, und für das
Lektorat zeichnet Michael Nagula verantwortlich.
HJB News:
Was erfordert mehr Aufmerksamkeit in der Redaktion? Die Heftserie, oder
die Taschenbuchreihe?
Klaus N. Frick:
Das lässt sich kaum vergleichen. Die Heftromanserie ist unsere tägliche
Arbeit, auf die schon eine gewisse Maschinerie im Verlag abgestimmt ist
- mit Herstellung, Setzerei, Korrektorat und so weiter. Da hier sehr viel
verzahnt werden muss (zwischen Exposé, Autor, Redaktion und Marketing),
ist ständige Kleinarbeit nötig.
Bei den Taschenbüchern kommt es sehr stark auf die Zusammenarbeit
zwischen Autor und Redakteur an. Hier wird zeitweise an einzelnen Szenen
en detail diskutiert, hier schicken sich die Autoren sogar einzelne Kapitel
zu, diskutieren über Inhalte oder sprechen sich umfangreich mit Frank
Borsch ab. Aufgrund der engen Termine ist so etwas bei der Heftromanserie
nicht möglich.
HJB News:
Ist die Taschenbuchreihe eine Art "Appetitmacher" für die
Heftserie?
Klaus N. Frick:
Eigentlich nicht. Die Leser können sie aber als genau solche verstehen:
Es ist eine geradezu perfekte Gelegenheit, sich in Form abgeschlossener
Taschenbücher und auf höchst unterhaltsame Weise mit dem "Perry
Rhodan"-Kosmos vertraut zu machen. Danach ist ein Überspringen
in die Heftromanserie mit all ihrer Komplexität wesentlich einfacher
zu gestalten.
HJB News:
Herr Frick, vielen Dank für das Gespräch.
Weitere
Infos und Bestellungen.
7. Oktober 2003
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