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Forschungsraumer
CHARR
Ein Interview mit Hajo F. Breuer
"Forschungsraumer CHARR" ist der Titel einer neuen sechsteiligen SF-Serie.
Die ersten beiden Romane erschienen in diesen Tagen im HJB Verlag. Für die
HJB News sprach Cpt. Krause mit Exposéautor und Herausgeber Hajo F. Breuer.
HJB News:
Neben dem Finale des Drakhon-Zyklus der "Ren Dhark"-Serie, den Vorbereitungen
für den neuen RD-Zyklus "Bitwar", bearbeiten Sie auch noch die
erste "Ren Dhark"-Miniserie: "Forschungsraumer CHARR".
Haben Sie da privat noch Zeit und Lust, Science Fiction zu lesen?
Hajo F. Breuer:
Aber immer. Wenn ich nicht gerade Stephen King oder ein politisches Buch lese,
dann bevorzugt "klassische" SF: Heinlein, E.E. Smith oder aktuell "ZBV" des
von mir sehr verehrten K.-H. Scheer. Gegenwarts-SF lese ich nur noch im
Original, da die meisten deutschen Verlage, die so etwas herausgeben, auf
die dummdeutsch deformierte Falschschreibung umgestellt haben, die ich
kategorisch ablehne. Wenn es sich eben vermeiden läßt, lese
ich nichts, das nach den Regeln der dummdeutschen Rechtschreibdeform gesetzt
wurde. Selbst meine regionale Tageszeitung habe ich abbestellt und statt
dessen die FAZ abonniert.
HJB News:
Wie kam es zu der Miniserie?
Hajo F. Breuer:
Die Abenteuer des Forschungsraumers CHARR nahmen schon im Drakhon-Zyklus eine
gewisse Sonderstellung ein. Da entwickelte sich eine Geschichte, die mit "Ren
Dhark" nur noch am Rande zu tun hatte. Aber sie schrie geradezu danach,
fortgesetzt zu werden. So kam es zu dem sechsteiligen Mini-Zyklus.
HJB News:
Trafen sich die Autoren auf einer Konferenz, um die Serie zu entwerfen und
durchzukonstruieren, oder stammt sie eher aus Ihrer Tastatur?
Hajo F. Breuer:
Das Konzept für die Serie stammt ebenso wie die Exposés von meiner
Wenigkeit.
HJB News:
Nachdem Sie vom Verlag grünes Licht für eine sechsteilige Miniserie
bekommen haben, wie ging es weiter?
Hajo F. Breuer:
Na ja, das Rahmenkonzept stand. Nun mußte für jeden der sechs Bände
ein Exposé entwickelt und einem unserer Autoren gegeben werden. Gleichzeitig
mit den Exposés wurden die Bildbeschreibungen für die Titelbilder
verfaßt, die von Swen Papenbrock stammen. Sobald die Romane dann eintrudelten,
wurden sie von mir redigiert und gesetzt. Das nun schon fast fertige Buch ging
an drei Korrekturleser (von denen übrigens immer einer der Verleger ist),
die letzten Fehler im Satz wurden beseitigt und die Druckdatei erstellt. An
dieser Stelle muß ich mal ein Wort zu meinen Autoren verlieren: Wir verstehen
uns mittlerweile fast blind. Die Herren sind so gut, daß sie genau das
liefern, was ich von ihnen verlange. Mit "Forschungsraumer CHARR" wollten
wir eben keinen "Ren Dhark" abliefern – das haben meine Autoren
prima hingekriegt!
HJB News:
Jetzt, wo die Serie an den Start geht und die Romane zum größten
Teil geschrieben sind, als was würden Sie die Miniserie sehen?
Hajo F. Breuer:
Als eine Space Opera im klassischen Sinne, die in dem von "Ren Dhark" definierten
Universum spielt.
HJB News:
Die Reihe handelt von einer wichtigen Mission im Auftrag des Imperiums der
Nogk. Es geht dabei um Sonnensonden, die als Bombe eine Sonne in eine Supernova
verwandeln können - ein Element aus dem Drakhon-Zyklus. Würden
Sie die Miniserie dennoch als "eigenständig" ansehen?
Hajo F. Breuer:
Wie gerade schon gesagt: Die Serie spielt in dem Universum Ren Dharks. Das
ist aber auch schon alles. Die Sonnensonden liefern nur den Einstieg zu
einem völlig anderen Abenteuer. Selbstverständlich ist "Forschungsraumer
CHARR" für den RD-Fan eine Erweiterung der großen SF-Saga.
Aber man muß "Ren Dhark" nicht kennen, um "Forschungsraumer
CHARR" zu genießen. Die Serie ist sozusagen "selbsterklärend" und
kann genossen werden, ohne daß man vorher ein einziges "Ren
Dhark"-Buch gelesen haben muß.
HJB News:
Und worum geht es?
Hajo F. Breuer:
Es geht um die Suche nach einer geheimnisvollen Macht in der Großen Magellanschen
Wolke, die sich offenbar dazu berufen fühlt, Gott zu spielen und andere
Völker nach Belieben zu manipulieren. Doch wie es scheint, mußte
diese Macht einen hohen Preis für ihre Hybris zahlen... Mehr will ich
an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten. Nur noch soviel vielleicht:
Die Besatzung des Forschungsraumers CHARR trifft auf einige faszinierende Fremdvölker,
wie es sie in der mir bekannten SF (und ich kenne verdammt viel) noch nicht
gab. Denn das ist eines der für mich wichtigsten Elemente guter Science
Fiction: Spezies zu zeigen, die völlig anders sind als die Menschheit
und die trotzdem durchaus "funktionieren" könnten. Ich bin davon überzeugt,
daß es da draußen bei den Sternen noch viel mehr Wunder gibt, als
man sie sich mit der blühendsten Phantasie überhaupt vorzustellen
vermag.
HJB News:
Der Titel läßt eine friedliche Erforschung des Weltraums à la "Enterprise" vermuten.
Oder gibt es bei Frederic Huxley und seiner CHARR doch Action?
Hajo F. Breuer:
"Doch"?!? Captain, mein Captain... Ich muß doch sehr bitten.
Als habe es in SF-Romanen aus unserem Haus jemals an Action gemangelt. Selbstverständlich
sind Frederic Huxley und seine Mannschaft friedliche Forscher. Aber wie sagt
schon das Sprichwort? "Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben,
wenn es den bösen Aliens nicht gefällt." Die Serie bietet all
das, wofür die Autoren unseres Hauses bekannt sind: Eine gekonnte Mischung
aus Spannung, Abenteuer, Geheimnis und knallharter Action
HJB News:
Das "F" in Hajo F. Breuer steht für...?
Hajo F. Breuer:
Natürlich für "F."
HJB News:
Herr Breuer, besten Dank für das Gespräch.
"Forschungsraumer
CHARR" ist exklusiv nur im HJB Shop erhältlich.
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